Bis nächstes Jahr im Frühling

31. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

„Oh!“ Noyuri sog überrascht die Luft ein. Sie hatte nicht damit gerechnet, ihm schon zu begegnen, denn sie waren eigentlich vor dem Kaufhaus Wako verabredet. Warscheinlich findet er meine Reaktion übertrieben, dachte sie und bekam Schluckauf. Takuya marschierte wortlos vor ihr her. Bis zu ihrem ursprünglich vereinbarten Treffpunkt am Kaufhaus Wako drehte er sich nicht einmal zu ihr um. Erst als sie vor den blitzblank geputzen Schaufenstern ankamen, blieb er stehen. […] „Guten Tag“, sagte Noyuri versuchsweise, da Takuya so beharrlich schwieg. Es klang ein wenig gehemmt, denn sie hatte noch immer Schluckauf. eRst nachdem sie es gesagt hatte, fiel ihr auf, dass es schon fast sieben Uhr abends war. Ob sie sich korrigieren und lieber „Guten Abend“ sagen sollte?“ S 81

Quelle: Hanser Verlag

Ok, Hände hoch, wer hat erraten, dass es sich bei diesen beiden, Noyuri und Takuya, um ein Ehepaar handelt? Niemand? Wundert mich nicht. Noyuri aber sehr. Sie fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihr Ehemann sie betrügt. Sie hätte es nie vermutet. Auch nicht, dass etwas in ihrer Ehe falsch läuft. Vielleicht ist „fällt aus allen Wolken“ ein zu starker Ausdruck. Eigentlich fällt sie in sich selbst. Noch tiefer als ohnehin schon. Sie hat sich kaum aus dem Haus bewegt, nachdem sie geheiratet hat. Ich tippe auf zuviel Angst vor der Außenwelt. Sie lässt sich leicht einschüchtern. Auch von einem Fahrkartenautomaten am Bahnhof. Noyuri braucht ein Jahr um sich darüber klar zu werden, wie es um ihre Ehe steht und vor allem darüber, was sie will. Will sie die Scheidung? Oder um ihren Ehemann kämpfen? Liebt sie ihn überhaupt?

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Top Ten Things That Make A Good Read

28. Mai 2013 § 6 Kommentare

This is the first time I’m participating in the Top Ten Tuesday Meme and incidently the first post I write in English on this blog. So, let’s make it a blast.

Whenever I look around the blogosphere I’m amazed at how peoples tastes differ. Someone is completely over the moon for a certain book, someone else is weirded out by it and the next one finds it plain boring. How does that happen?

There are some hundred articles by literary theorists who cared to explain what makes a good book, but to this day the matter stays pretty much unresolved. There is of course a canon – a selection of books which people of a certain area and era agree on them being excellent and worthy to be remembered. Still, just because some canon says „Moby Dick“ is a really great book, I’m not guaranteed to enjoy it (which I didn’t, by the way). I guess, we can only make ourselves a parameter for what makes a good book.

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Die unsichtbaren Städte

26. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Marco Polo trifft auf seinen vielen Reisen auf Kublai Khan, der ihn sogleich als einen seiner Informanten und Berater einstellt. Der große Herrscher fürchtet um sein Reich. Er weiß, dass es sich im Laufe der Zeit so sehr ausgedehnt hat, dass er nicht mehr in der Lage ist, all seine Facetten, Probleme und Schätze zu kennen. Marco Polo wird schnell zum Lieblingsberichterstatter des Khans, auch wenn zu Beginn keiner der beiden Männer die Sprache des jeweils anderen spricht.

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Fukuyadou Honpo

25. Mai 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Yuchi Yayomi: Fukuyadou Honpo

Traditionen sind in Japan ein geschütztes und gehegtes Gut. Das gilt ganz besonders für Kyoto, der ehemaligen Hauptstadt und Hochburg japanischer Traditionen. Die Konfiserie „Fukuya“ existiert bereits seit über 450 Jahren und wird derzeit von der 18. Generation geführt – das heißt von Komako Fukuyoshi. Sie führt das Geschäft allein seit vor einigen Jahren ihr Ehemann verstarb und wünscht sich nun nichts sehnlicher als den Familienbetrieb an eine ihrer drei Töchter Hina, Arare und Hana weiterzugeben. Das Comic dreht sich um die charakterlich völlig unterschiedlichen Schwestern – ihre Beziehung zu einander, zum Familienunternehmen und zu ihren Männern. « Den Rest dieses Eintrags lesen »

Wo bin ich?

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