Ernst Jandl

12. August 2013 § 2 Kommentare

Endlich jandlts. Ich habe mir schon längst vorgenommen, mir eine Jandl-CD mit nach Hause zu nehmen – und ja keine Sammlung auf Papier, denn den Jandl muss man bekanntlich hören um ihn schätzen zu können. Also habe ich mir aus der Bibliothek „Eile mit Feile“ vom hörverlag aus dem Jahr 1995 ausgeliehen. Der gute Jandl hat hier selbst gelesen. Genau danach hatte ich Ausschau gehalten. Wenn schon, denn schon.

Ich schätze vor allem seine Kommentare zum zweiten Weltkrieg und dem Krieg allgemein (zB zertretener mann blues, d’oide antisemitin, quitt, etc.) und seine selbstironischen Werke (zB minor poet, tramway, was das gedicht spricht, etc.). Ersteres überraschte mich nicht. Ersteres überraschte mich nicht Ich habe erst vor Kurzem begonnen mich mit Gedichten zu beschäftigen. Noch fehlt mir das Wissen um Symbolik und Deutung von Metaphern, das Gespür für Rythmik und Sprachmelodie. Jedoch in Geschichte bin ich recht gut bewandert. Da ich den Hintergrund zu Gedichten, die sich auf historische Ereignisse beziehen kenne, fällt es mir wesentlich leichter diese zu verstehen und zu deuten. Zweiteres lässt sich einfach erklären. Sie sind lustig. Wer schmunzelt nicht gerne?

Mit seinen so viel gelobten Lautgedichten aber (zB schtzngrmm) konnte ich nichts anfangen. Ich verstehe das Werk, ich durchschaue Intention und Technik, aber ich kann darin nicht mehr finden als ein interessantes Experiment. Ebenso bei „Ottos Mops„, das seinen Weg in so viele Schulbücher und Unterrichtsmaterialien gefunden hat. Ich kann hier nur erkennen, dass sich Jandl spaßeshalber der Herausforderung gestellt hat, ein Gedicht mit nur einem Vokal zu schreiben. Obwohl es, das muss ich zugeben, nieder geschrieben recht hübsch anzusehen ist. Es wäre ein ganz prächtiges Graffitti an einer Bahnhofswand und ist sicherlich ein lustiges Drei-Chinesen-mit-dem-Kontrabass-Spiel, aber, für mich zu mindest, nicht viel mehr.Eventuell werde ich mir noch eine weitere Jandl-CD nach Hause holen. Muss aber nicht sein.

Versteht ihr was ich meine?

Ernst Jandl: Eile mit Feile. München: Der Hörverlag GmbH, 1996/2003

 

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Alexandre Dumas: Die Kameliendame

18. Juni 2013 § Hinterlasse einen Kommentar

Quelle: der Audo Verlag

Die Kameliendame ist pure Romantik. Marguerite ist eine Lebedame. Sie ist sterbenskrank und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die wenigen Jahre, die ihr noch bleiben, in Saus und Braus zu verleben. Sie lässt sich von allerhand Herren haushalten und gönnt sich jeden Luxus. Trotz ihres verwerflichen Lebensstils ist sie aber gewiss kein verdorberner Charakter. Männern, an denen sie kein Interesse hat, spielt sie nichts vor und lehnt sie rund heraus ab oder sieht ihren Freunden ihre Fehler nach und borgt ihnen großzügig hohe Summen Geld. Eines Tages trifft sie Armand; einen junger Mann, der sie schon seit zwei Jahren von ihr unbemerkt beobachtet und aus der Ferne innig liebt. In kürzester Zeit verfällt auch Marguerite ihm und sie verbringen einen herrlichen Sommer auf dem Land – zu zweit und glücklich. Dies ist aber nicht von Dauer, denn als Armands Vater den Ruf seiner Familie durch die unsittliche Beziehung seines Sohnes gefährdet sieht, sucht er die gute Marguerite auf und verbietet ihr den Kontakt zu seinem Sohn. Um der vielversprechenden Zukunft Armands Willen, trennt sie sich von ihm und gibt als Grund die Sehnsucht nach ihrem früheren Leben in Reichtum und Rausch an. Sie wählt sich den erstbesten Gönner, der ihr über den Weg läuft und feiert wie zuvor an Spieltischen und Festtafeln.

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