Ein Licht über dem Kopf

21. Dezember 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn ich deutsch schreibe, fühle ich mich ganz anders. Es ist, als hätte ich einen Eiszapfen in der Hand, und den muß ich solange halten, bis er zu schmelzen beginnt. Und jeder kleine Tropfen ist ein Wort, das geboren wird. Die Worte kommen zwar nicht fließend, aber dafür kennt jedes Wort die Wärme meines Körpers.

Christa Stippinger [Hrsg]: weltenzwischenwelten. Dimitré Dinev im Gespräch. Wien: edition exil, 1997, S 43

Ich habe keine Ahnung mehr wann und wo ich weltenzwischenwelten in den Händen gehalten habe, aber Dimitré Dinevs Worte über sein Verhältnis zur deutschen Sprache haben sich mir tief eingeprägt. Seit dem behandle ich Werke von Autoren, die in einer anderen Sprache als ihrer eigenen schreiben, mit allergrößter Ehrfurcht. Zu mindest meistens.

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